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Moviefan.com Rupert Grint Interview
Rupert: Hi, ich bin Rupert Grint. Du siehst gerade moviefone unscripted [das improvisierte Filmtelefon]. Ich bin hier mit Jeremy Brock. Wir sind beide hier um einen Film herauszubringen – bei den Tribeca Filmfestspielen. Wir werden uns gegenseitig eure Fragen stellen und auch einige von uns.

Dies ist das erste Mal, dass Du als Filmregisseur arbeitest. Wie war es, schließlich mal im Stuhl des Regisseurs Platz zu nehmen?
Jeremy: Oh je – beängstigend – aber ich wollte das schon seit Jahren machen. Ich begann vor ca. 15 Jahren damit Drehbücher zu schreiben und vor ca. 10 Jahren war ich auf der Regisseur-Schule des BBC und dachte mir – das ist es jetzt – jetzt fange ich damit an. Unglücklicherweise hatte ich dann vier Kinder (Rupert: na klar …) und musste erstmal arbeiten und so und das Schreiben musste warten. Daher kam ich zum Drehbuch von Driving Lessons schließlich erst vor ca. 7 Jahren – glaub ich. Die Wirklichkeit im Regisseur-Stuhl war wirklich heftig. Weil man merkt erstmal nicht, dass man so viele Fragen bewältigen muss – und auch die Zeit [dafür aufbringen muss]. Ich war mir sehr bewusst, dass ich erstmal für euch da sein wollte – für dich, Laura und Julie (Rupert stimmt immer wieder zu …).

In wiefern ähnelst du der von dir im Film dargestellten Person Ben?
Rupert: Inwieweit bin ich Ben ähnlich? Ähm … Ich weiß nicht genau – es gab da ein paar Sachen, wo ich gut Ben spielen konnte – z.B. bin ich nicht immer eine so selbstsichere Person – Ben ist ja auch etwas schüchtern (J: ja das konntest Du spielen) – davon hab’ ich ne’ Menge. Iwng [Abkürzung für „ich weiß nicht genau“ – das kommt in Ruperts Interviews öfter vor] Die ganze Sache mit dem Tanzen: da musste ich wirklich nicht viel dazu tun, weil … im Film muss ich Salsa-Tanzen lernen …
J: … wobei ich sagen muss – das war für uns alle eine große Freude (R: ich weiss …). Wir hatten dafür gerade mal einen Tag – für Alles: Proben, Lernen, etc. (R: das war verrückt). Stimmt – das war ein verrückter Tag.
R: Ja und Ben sollte ja auch kein Naturtalent sein …
J: Nein – wir wollten auf jeden Fall sicher sein, dass du nicht so einer bist a’la „Hey Leute lasst mich das mal machen …“ und völlig geübt auftrittst (R. lacht). Es war wirklich nett, das zu sehen.

Was ich dich fragen wollte: der Kuss (R: oh ja …) Wenn die Person Briony im Film auftritt und der Junge Ben schließlich seinen ersten Kuss bekommt. Wie seltsam war das?

R: Ja das war wirklich seltsam – will sagen …
J: … weil für mich als Regisseur war es die Situation wo ich mir bewusst war, dass ich sie [die Szene] versuchen und hinbekommen wollte und ich denke, du hast die Situation unglaublich gut hinbekommen. Das war eine der Erfahrungen für mich, die ich ganz am Schluss erlebte – da fühlte ich mich am ehesten als dein Vater (R: tatsächlich?). Ich konnte dich nicht fragen, wie du dich fühlst, weil ich wusste, dass dir klar war, dass sie [die Szene] kommen würde. Aber ich denke, es war irgendwie nicht passend. Und es war auch nicht meine Sache. Ich denke, du hast das ganz hervorragend hin bekommen.
R: Ja, das war komisch – iwng – die ganze Filmmannschaft stand drum herum. Es fühlte sich etwas seltsam an.

Inwiefern glaubst du, dass sich die britischen und amerikanischen Zuschauer unterscheiden?
J: Ich denke – das Gefühl, das man hier bekommt, wenn man hier in New York ist: die Leute sind wesentlich direkter und wesentlich selbstsicherer. Und eine der Eigenarten des Films ist, dass der Film über Leute erzählt, die aus einem Kulturkreis sind, wo man nicht so von sich überzeugt ist und sich nicht so stark selbst darstellt. Das ist der Schlüssel zum Film. Insofern glaube ich, gibt es für das amerikanische Publikum aus dieser Sicht eine gewisse Faszination für eine Kultur, die offensichtlich die gleiche Sprache spricht, aber durch den Atlantischen Ozean voneinander getrennt ist und noch durch viele andere kulturelle Unterschiede. Und ich glaube, dass das ein Punkt ist, der den amerikanischen Zuhörern möglicherweise gefallen wird.

Was ist der Unterschied, einem Film wie Driving Lessons zu drehen und einen wie Harry Potter?
R: Ähm – ich dachte zunächst nicht, dass es da so viele Unterschiede gibt. Gut, Driving Lessons war so eine Low-Budget-Sache [viel Film für wenig Geld]. Das war auch wirklich einer der Gründe, warum ich das machen wollte, weil er so unterschiedlich war. Mit meinem ersten Harry-Potter-Film geriet ich direkt in so eine riesige (J:) Maschine. Ja genau. Es war … Blue Screens, Spezialeffekte … Es war wirklich gut, mal eine ganz einfache, ganz grundlegende Arbeit zu machen.
J: und die sechs Wochen zum Drehen …
R: ja sechs Wochen …
J: Das erinnert mich an etwas: Wenn ich sechs Wochen Harry Potter dreht, was habt ich dann geschafft?
R: Wohl zwei große Szenen.
J: Und jetzt hast du einen Film in sechs Wochen gedreht.
R: Hatten wir nicht vier Szenen pro Tag?
J: Ja - wir hatten 560 Einstellungen. (R: in sechs Wochen) Du warst in – na sagen wir - fast allen bis auf ca. 10.
R: echt? J:ja!

(eingespielter Text: Beende diese Sätze …)

J: Ich liebe drei Dinge an Filmen …
R: … eine andere Person zu sein […viele Füllworte…] wenn man eine Rolle spielt, kann man sich sozusagen dahinter verstecken. Comedy-Filme, sind das, was mir am ehesten liegt. Sie bringen einen zum Lachen … oder machen einen auch traurig … J: Und du siehst dir auch eine Menge DVD’s an (R:ja) in deinem riesigen Wohnwagen (R. lacht).

R: Danke an Moviefone.
J: Danke für’s Zuschauen und für das Einsenden der Fragen. Wir sind hier zur Premiere von Driving Lessons auf den Tribeca Film Festivals mit Rupert Grint, Julie Walters and Laura Linney. [Pause, weiss nicht weiter, guckt nach unten] Tschüss.
R: Bis dann ... [Kicherproblem] … Tschüss.

(eingespielter Text: Besuchen Sie moviefone.com für weitere Videos and all die brennenden neuesten Veröffentlichungen.)
Anmerkungen des Übersetzers sind in eckigen Klammern [] dargestellt.

Dieses Videoprotokoll wurde uns von Georg zugesendet und ebenfalls auch übersetzt. Und es darf, wie gewohnt nicht kopiert werden!
Dieses Protokoll ist übrigends von dem Interview mit Moviefans.com. Ansehen könnt ihr euch das Video HIER (Youtube) ansehen.
DOWNLOADEN kannst du dir das Video hier in unserem Video Archiv. (Videotitel: Unscripted)


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